Alle Artikel mit dem Schlagwort: IdaHofmann

Günther Wagner

Günther Wagner (geb. 6. März 1842 in Hamburg, 12. Oktober 1930 in Frauenalb bei Karlsruhe) war Besitzer der Farben- und Tintenfabrik Günther Wagner (heute Pelikan) und aktiv in der thesosophischen und antroposophischen Bewegung. Wagner besuchte in Hamburg die Realschule und das Gymnasium und studierte danach Chemie am Polytechnikum in Hannover und an der Universität Göttingen. Ende 1863 trat er als Chemiker und Werkführer in die vom Chemiker Carl Hornemann gegründete Farben- und Tintenfabrik in Hannover ein. 1871 übernahm er die Firma. 1877 wurde im Österreichischen Eger eine Zweigfabrik errichtet, 1880 wurde diese nach Wien verlegt. 1878 meldete er aus seinem Familienwappen den Pelikan als eines der ersten Warenzeichen in Deutschland an. Im Frühjahr 1894 trat er vom Geschäft zurück und übergab dieses seinem Schwiegersohn Fritz Beindorff. 1895 wurde Wagner Mitglied der Theosophischen Gesellschaft. Seit 1900 bereitete er zusammen mit Ludwig Deinhard die Gründung einer deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft vor. Mit dem mit ihm verwandten Wilhelm Hübbe-Schleiden war er Mitbegründer der Loge Hannover. Zudem übersetzte er seit 1902 verschiedene theosophische Werke. Wagner war auch Leiter …

Bruno Stelter

Auf einem Blatt betitelt mit “Schweizer Vorträge” notierte sich Fidus zu seiner [[Votragsreise]] 1933 in die Schweiz zu einem Abstecher ins Tessin: “Locarno: Fr. A. Neugeboren, L.-Monti” und “Ascona: Familie Stelter”. Bruno Stelter gehörte zu den frühen Bewohnern und Mitarbeitern des Monte Verità. Ida Hofmann zählt ihn in ihrer Schrift Monte Verità. Wahrheit ohne Dichtung zählt ihn zur Gruppe der “ehrlichen Idealisten (kurzsichtige Kritik nennt sie ‘Schwärmer’), deren Wunsch und Wille der Zeit und den Möglichkeiten, an die wir gebunden, vorauseilen und welche dann enttäuuscht innehalten müssen”: Einer von ihnen, Bruno Stelters [sic!], zog im Sommer 1902, wie schon erwähnt, voll Illusionen mit Frau und Kindern nach der Insel Samoa – nach kaum Jahresfrist sehen wir ihn wieder – er sucht bei uns Beschäftigung für Tagelohn und kauft schliesslich mit dem Rest seiner Habe in Orselina oberhalb Locarno ein Grundstück, eröffnet einen kleinen Brothandel und schwärmt, idealisiert weiter.1 Seit 1926 war Bruno Stelter Besitzer der Pension Stelter-Wagner in der Villa Borussia, die zuvor Enrico Wagner gehörte.2 Er starb am 1. August 1939 im Alter von …