Alle Artikel mit dem Schlagwort: MariaLucke

Heta von Hackewitz

Heta von Hackewitz (eigentl. Hedwig von Hackewitz) war die Lebensgefährtin von Maria Lucke und begleitete diese auf deren Reisen in die Schweiz. Letzte Änderung: 28. Januar 2023.

Böcklin-Bau

Nachdem er sich entschlossen hatte, vorerst in Zürich zu bleiben, suchte Fidus im Frühling 1904 ein Atelier. In den Kleinen Lebenserinnerungen schreibt er: Ich wollte schon mit einem leerstehenden Laden in einer Vorstadt mich abfinden – da las ich Floerkes Tagebuch über Böcklin. Darin stand, wie Böcklin einst in der nahen Hohenstrasse am Zürichberge ein gartenschönes Werkhaus gebaut hätte, dann aber Zürich erzürnt verlassen habe, da man ihn irrtümlich zu hoch besteuert habe, und wieder nach Florenz gezogen sein. Nun war er dort vor 2 Jahren gestorben. Ich suchte dieses Werkhaus auf, und fand darin eine Malschule für Frauen, an der auch einer von Böcklins Schülern Ernst Württenberger [sic!] mitlehrte. Das verträumte Anwesen hatte ein Werkhaus mit 3-4 Räumen, einer im Winkel gegen die 3 andern gebaut. Alles atmete Böcklins Raumgefühl! Ich fragte, ganz zweifelnd, ob wohl einer der Räume für den Sommer zu mieten sei und – oh Glück: gerade der allein gelegene war über die Sommerferien zu mieten. Nun war mir Zürich erst heimatlich!1 Gustav Floerkes Zehn Jahre mit Böcklin. Aufzeichnungen und Entwürfe, …

Ave Maria

Ave Maria. In den Kleinen Lebenserinnerungen vermerkt Fidus: “Im Blatte der ‘Polis’ zeichnete ich das Tempelbild ‘Ave Maria’ mit Maria L’s Gesicht.” Mit Maria L. ist Maria Lucke gemeint. In der dritten Ausgabe der Polis vom 1. Februar 1907 wird stolz darauf hingewiesen, “dass wir der nächsten Nummer unserer Zeitschrift eine Originalzeichnung von Fidus werden beilegen können.”1 Dieser dritten Ausgabe waren zwei als Entwürfe zu Exlibris gedachte Holzschnitte von Ernst Geiger beigegeben. Die wohl als Worstpiel verwendete lateinische Grussformel “Ave Maria“ verweist auf einen christlichen Zusammenhang, umso mehr, als die Zeichnung für die März-Ausgabe der Zeitschrift Polis vorgesehen war: Das Fest Mariä Verkündigung findet am 25. März statt. Mit “Gegrüsst seist Du Maria” beginnt auch die Anrede des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung, dass Maria den Sohn Gottes empfangen und gebären wird. Fidus vermischt Elemente der traditionellen Ikonographie der Verkündigung wie etwa männliche Figur mit einer Art Aura, die als Flügel und Heiligenschein gesehen werden können, etwa mit solchen der Ekstase der anderen Maria, Maria Magdalena, deren langes offenes Haar sie im christlichen Bildzusammenhang als …